Ja-Nein-Tarot: So funktioniert die Legung mit einer Karte
Ein Ja-Nein-Tarot ist die einfachste Form der Tarot-Legung. Du stellst eine klare Frage, ziehst eine Karte, und die Karte tendiert zu Ja, Nein oder Vielleicht. Auf dieser Seite dauert das nur ein paar Sekunden: Tippe auf den Stapel, und eine Karte aus den 22 Großen Arkana dreht sich um. Du siehst ihre Nummer in römischen Ziffern, ihren Namen, ihre Antwort und eine kurze Deutung.
Das Ganze ist kostenlos, braucht weder Konto noch App und läuft im Browser auf Handy, Tablet und Computer. Es ist zur Unterhaltung gedacht, als lockere und trotzdem nachdenkliche Art, auf eine kleine Frage zu schauen. Die Karten kennen die Zukunft nicht, und das ist völlig in Ordnung. Viele mögen eine Legung gerade deshalb, weil sie einen neuen Blick auf das eröffnet, was man ohnehin schon fühlt.
So benutzt du diese Tarot-Seite
- Denk an deine Frage. Halte sie einen Moment lang im Kopf.
- Zieh eine Karte. Tippe auf den Stapel (oder drück die Leertaste). Eine Karte wird zufällig aus den 22 Großen Arkana gezogen.
- Lies die Karte. Sie dreht sich um und zeigt Nummer, Namen, Antwort (Ja, Nein oder Vielleicht) und eine Deutung in einem Satz.
In dieser Version werden die Karten immer aufrecht gezogen. Manche Kartenlegerinnen und Kartenleger arbeiten auch mit umgekehrten, also auf dem Kopf stehenden Karten, die eine Bedeutung abschwächen oder verändern können. Hier zeigt jede Karte ihre aufrechte Bedeutung.
So formulierst du deine Frage
- Stell eine Ja-oder-Nein-Frage. „Soll ich mich für den Malkurs anmelden?“ funktioniert. „Was mache ich diesen Sommer?“ funktioniert nicht.
- Frag nur eine Sache auf einmal. Zwei Fragen in einer machen die Antwort schwer zu deuten.
- Bleib bei dir. Frag nach deinen eigenen Entscheidungen, nicht danach, was jemand anderes tun wird.
- Halte es leicht. Lockere Alltagsfragen passen am besten zu einer Legung mit einer Karte. Bitte nutze sie nicht für Fragen zu Gesundheit, Recht oder Geld.
- Achte auf deine Reaktion. Wenn du erleichtert oder ein bisschen enttäuscht bist, sobald sich die Karte umdreht, sagt dir dieses Gefühl etwas.
Die 22 Karten und ihre Antworten
Nicht alle, die Tarot legen, sind sich einig, welche Karte Ja oder Nein bedeutet. Die Liste unten folgt gängigen Zuordnungen: Karten für Neuanfang, Erfolg und Hoffnung tendieren zu Ja, Karten für Innehalten oder Ungewissheit zu Vielleicht, und Karten für Umbruch oder Stillstand zu Nein.
| Nummer | Karte | Antwort |
|---|---|---|
| 0 | Der Narr | Ja |
| I | Der Magier | Ja |
| II | Die Hohepriesterin | Vielleicht |
| III | Die Herrscherin | Ja |
| IV | Der Herrscher | Ja |
| V | Der Hierophant | Ja |
| VI | Die Liebenden | Ja |
| VII | Der Wagen | Ja |
| VIII | Die Kraft | Ja |
| IX | Der Eremit | Vielleicht |
| X | Das Rad des Schicksals | Ja |
| XI | Die Gerechtigkeit | Vielleicht |
| XII | Der Gehängte | Vielleicht |
| XIII | Der Tod | Nein |
| XIV | Die Mäßigkeit | Ja |
| XV | Der Teufel | Nein |
| XVI | Der Turm | Nein |
| XVII | Der Stern | Ja |
| XVIII | Der Mond | Vielleicht |
| XIX | Die Sonne | Ja |
| XX | Das Gericht | Ja |
| XXI | Die Welt | Ja |
Ist die Ziehung fair?
Jede Ziehung nutzt den kryptografischen Zufallsgenerator deines Browsers (crypto.getRandomValues). Deshalb hat jede der 22 Karten jedes Mal dieselbe Chance von 1 zu 22. Die Ziehungen sind unabhängig, dieselbe Karte kann also auch zweimal hintereinander kommen. Weil 14 Karten zu Ja tendieren, 5 zu Vielleicht und 3 zu Nein, sehen die Gesamtchancen so aus:
| Antwort | Karten | Chance |
|---|---|---|
| Ja | 14 von 22 | etwa 64 % |
| Vielleicht | 5 von 22 | etwa 23 % |
| Nein | 3 von 22 | etwa 14 % |
Große und Kleine Arkana
Ein klassisches Tarot-Deck hat 78 Karten. Die 22 Großen Arkana sind die großen Karten mit Namen, vom Narren (0) bis zur Welt (XXI), und sie stehen für wichtige Lebensthemen. Die übrigen 56 Karten sind die Kleinen Arkana, aufgeteilt in vier Farben (Stäbe, Kelche, Schwerter und Münzen), jeweils mit Karten vom Ass bis zur Zehn und vier Hofkarten. Diese Seite nutzt nur die Großen Arkana, damit jede Antwort klar und leicht zu lesen bleibt.
Tarot-Karten sind nach heutigem Wissen im 15. Jahrhundert in Italien als Spielkarten entstanden, das Kartenlegen kam erst später in Mode. Als Kartenspiel lebt die Tradition übrigens weiter, zum Beispiel in Österreich, wo Tarock bis heute gespielt wird.
Warum die Karte „Der Tod“ nicht wörtlich gemeint ist
Der Tod ist die Karte, die am meisten beunruhigt, aber im Tarot wird sie fast nie als echter Tod gedeutet. Sie steht für ein Ende und einen Wandel: Ein Kapitel schließt sich, damit ein neues beginnen kann. Deshalb tendiert sie hier zu Nein. Sie deutet an, dass die Dinge nicht so weitergehen wie bisher, und nicht, dass etwas Schlimmes passiert. Der Turm funktioniert ähnlich: Er steht eher für eine überraschende Erschütterung als für eine Katastrophe.
Nur zur Unterhaltung
Diese Legung ist nur zum Spaß. Sie kann ein schöner Anlass sein, kurz innezuhalten, aber die Karte wird zufällig gezogen und kann dir nicht sagen, was passieren wird. Bei wichtigen Entscheidungen verlass dich auf echte Informationen und auf die Menschen um dich herum.
Lust auf eine andere Art von Antwort? Probier die magische Kugel, hol dir eine klare Antwort vom Ja-oder-Nein-Generator oder dreh das Ja-Nein-Glücksrad.